Heute entscheidet der Rat der Stadt Düsseldorf über die beiden Impulsprogramme zur Förderung des Neubaus von Wohnungen und der Förderung von selbstgenutztem Wohneigentum.
„Wir begrüßen die Initiative der Stadt Düsseldorf, Haushalte mit mittleren Einkommen bei der Wohnungsversorgung zu unterstützen und dafür einen großen Geldbetrag in die Hand zu nehmen“, lobt Hans-Jochem Witzke, der Vorsitzende des Mieterverein Düsseldorf. „Außerdem trägt ein solches Programm dazu bei, dem Bauhandwerk über die derzeitige Flaute hinwegzuhelfen. Wenn nämlich erst einmal Kapazitäten reduziert und Personal abgebaut sind, ist es schwer bei wieder anziehender Baukonjunktur neue Leute zu finden. (Die Gastronomie weiß aktuell ein Lied davon zu singen.) Wir wünschen uns, dass mindestens 75 % der Wohungen von Genossenschaften, der Städtischen Wohnungsgesellschaft Düsseldorf und von gemeinwohlorientierten Unternehmen errichtet werden“, sagt Witzke.
„Allerdings erwarten wir gleichzeitig, dass beim Bau des klassischen öffentlich geförderten Wohnungsbaus keine Abstriche gemacht werden und dieser beim Wettbewerb um die raren Grundstücke nicht ins Hintertreffen gerät. Die zwölf Euro Kaltmiete des neuen Fördermodells kann sich nämlich in Düsseldorf nicht mal jeder zweite Haushalt leisten. Insofern erscheint eine Reduzierung auf elf oder gar zehn Euro geboten. Da wir dauerhaft bezahlbaren Wohnraum benötigen, sollte die Miet- und Belegungsdauer nicht nur 15 Jahre, sondern 30 Jahre bestehen bleiben. Wir werden die Verantwortlichen der Stadt an ihren Taten messen.“, so Witzke abschließend.