Der aktuelle Heizspiegel für Mieter in Düsseldorf

Der Heizspiegel für Deutschland der gemeinnützigen Beratungsgesellschaft co2online zeigt: Haushalte mit Gasheizung zahlen 2025 im Schnitt 15 % mehr Heizkosten als im Vorjahr. Seit 2022 sind Wärmepumpen durchgängig günstiger als fossile Heizsysteme. 90 % der Haushalte haben noch Sparpotenzial — im Durchschnitt ca. 400 € pro Jahr (bundesweit geschätzt rund 22 Mrd. €). 

Berlin, 23. September 2025. Die Heizkosten in Deutschland steigen dieses Jahr spürbar an. Besonders betroffen sind Haushalte mit Gasheizung. Das geht aus dem aktuellen Heizspiegel für Deutschland 2025 (www.heizspiegel.de) von co2online hervor, der auf der Auswertung von über 90.000 Gebäudedaten basiert. Während Gas- und Pelletpreise deutlich zulegen, bleiben Wärmepumpen im Vergleich die günstigste Heizoption. 

Aktuelle Analyse: Heizkosten in Düsseldorf und Umgebung

Die finanzielle Belastung durch Heizkosten in Düsseldorf bleibt für viele Mieterinnen und Mieter ein zentrales Thema. Der neue Heizspiegel 2025 zeigt deutlich, dass das Heizen mit Gas wieder spürbar teurer geworden ist – Haushalte mit Gasheizung müssen im Schnitt mit 15 % höheren Kosten als im Vorjahr rechnen. Während die Preise für fossile Brennstoffe und Holzpellets (+20 %) stark zulegen, erweisen sich Wärmepumpen bereits seit 2022 als die kosteneffizienteste Option. Für Mieter in Düsseldorf ist es daher wichtiger denn je, die eigenen Abrechnungen genau zu prüfen und Einsparpotenziale zu identifizieren.

Einsparpotenziale von durchschnittlich 400 Euro pro Jahr pro Haushalt bleiben oft ungenutzt. Einfache Maßnahmen wie die korrekte Einstellung der Raumtemperatur, Stoßlüften und die Reduzierung des Warmwasserverbrauchs können kurzfristig bis zu 10 % Energie sparen. Langfristig drohen fossile Heizungen jedoch zur Kostenfalle zu werden: Prognosen gehen davon aus, dass die Kosten für Gas und Öl in den nächsten 20 Jahren auf das Dreifache steigen könnten. Wenn Sie unsicher sind, ob Ihre Abrechnung korrekt ist oder Sie eine Mieterhöhung überprüfen müssen, steht Ihnen unser Team beratend zur Seite.

Trendwende: Heizen wieder teurer

Im Jahr 2024 waren die Heizkosten in vielen Haushalten noch rückläufig: Besonders Wärmepumpen (-19 %) und Holzpellets (-20 %) profitierten von sinkenden Energiepreisen. Auch Gasheizungen wurden günstiger (-16 %), während sich Fernwärme (+1 %) und Heizöl (-1 %) kaum veränderten. 

2025 dreht sich der Trend jedoch um: Gas (+15 %) und Holzpellets (+20 %) werden deutlich teurer, während die Kosten für Wärmepumpen (+5 %), Heizöl (+3 %) und Fernwärme (+2 %) nur moderat ansteigen. Hauptursachen sind höhere Energiepreise und der kalte Winter zu Jahresbeginn. 

Heizen mit Wärmepumpen ist seit 2022 günstiger als mit Erdgas und Heizöl. Fossile Energien sind nach wie vor teurer als vor der Energiekrise.

90 Prozent der Haushalte können noch sparen

Der Heizspiegel zeigt: 90 Prozent der Haushalte könnten ihre Kosten im Schnitt um etwa 400 Euro pro Jahr senken. Bundesweit ergeben sich daraus geschätzte 22 Milliarden Euro Einsparungen pro Jahr.

In vielen Haushalten bleibt einfaches Sparpotenzial ungenutzt. Allein durch die richtige Einstellung der Raumtemperatur und der Heizkurve, das korrekte Stoßlüften bei heruntergedrehter Heizung und einen reduzierten Warmwasserverbrauch ließen sich kurzfristig bis zu 10 Prozent Energie sparen. 

Mittelfristig gesehen sind technische Maßnahmen die effektivere Lösung: Der hydraulische Abgleich, der Austausch der Pumpe oder die Dämmung von Heizungsrohren sind kostengünstige Maßnahmen mit spürbarem Nutzen.

Die höchsten Einsparungen lassen sich jedoch nur durch umfangreichere Investitionen erzielen, beispielsweise durch den Austausch von Fenstern, die Dämmung der Gebäudehülle oder den Umstieg auf erneuerbare Heizsysteme.

Langfristprognose: fossile Heizungen als Kostenfalle

Die Heizkosten für Gas und Öl könnten in den nächsten 20 Jahren etwa dreimal so hoch ausfallen wie heute. Darauf deuten Prognosen auf Basis des Heizspiegels und der Berechnungen des Ariadne-Projekts hin. Demnach verursacht ein unsaniertes Einfamilienhaus mit Gasheizung über einen Zeitraum von 20 Jahren Heizkosten in Höhe von rund 120.000 Euro. Durch eine energetische Modernisierung und den Wechsel zu einer Wärmepumpe sinken die Kosten im gleichen Zeitraum auf etwa 16.000 Euro. Ein Unterschied von über 100.000 Euro. 

Ursachen hierfür sind unter anderem ein steigender CO₂-Preis, höhere Netzentgelte und strukturelle Marktveränderungen. Die Preise für Fernwärme und Holzpellets könnten sich in diesem Zeitraum etwa verdoppeln. Wärmepumpen werden voraussichtlich das kostengünstigste Heizsystem bleiben. 

„Der Heizspiegel zeigt klar: Fossile Heizungen werden zur Kostenfalle, während Wärmepumpen langfristig entlasten. In Zeiten von Fake News sind unabhängige Daten wichtiger denn je, um die Heiz-Debatte zu versachlichen“, sagt co2online-Geschäftsführerin Tanja Loitz. „Die Politik muss jetzt konsequent Rahmenbedingungen schaffen, die den Umstieg auf erneuerbare Heizsysteme für alle Haushalte möglich machen.“ 

„Der Heizspiegel bietet eine gute Orientierung für die Einordnung der Heizkosten und hilft Energie einzusparen“, so Melanie Weber-Moritz, Präsidentin des Deutschen Mieterbundes. „Hohe Energiekosten gibt es aber vor allem in alten, energetisch schlechten Gebäuden. Nachhaltige Einsparungen lassen sich deshalb in erster Linie durch Investitionen in die Gebäude selbst erzielen, beispielsweise in die Heizungsanlage, die Dämmung oder einen Fenstertausch. Hier muss die Politik die richtigen Weichen dafür stellen, dass solche Investitionen im vermieteten Gebäudebestand mieterfreundlich und sozialverträglich sind.“ 

Verbrauch und Kosten auf heizspiegel.de prüfen

Auf www.heizspiegel.de können Verbraucher ihren Heizenergieverbrauch und ihre Heizkosten prüfen und individuelle Spartipps erhalten. Dabei haben sie die Möglichkeit, sich Schritt für Schritt durch das interaktive Online-Tool leiten zu lassen. 

Über co2online und den Deutschen Mieterbund

Die gemeinnützige Beratungsgesellschaft co2online (www.co2online.de) steht für Klimaschutz, der wirkt. Mehr als 50 Energie- und Kommunikationsexperten machen sich seit 2003 mit Kampagnen, Energierechnern und PraxisChecks stark dafür, den Strom- und Heizenergieverbrauch in privaten Haushalten auf ein Minimum zu senken. Die Handlungsimpulse, die diese Aktionen auslösen, tragen messbar zur CO2-Minderung bei. Im Fokus stehen Strom und Heizenergie in Gebäuden, Modernisierung, Bau sowie Hilfe im Umgang mit Fördermitteln. Unterstützt wird co2online unter anderem vom Bundesumweltministerium, dem Umweltbundesamt sowie von Medien, Wissenschaft und Wirtschaft. 

Der Deutsche Mieterbund (www.mieterbund.de) ist der Dachverband von 15 DMB-Landesverbänden und über 300 örtlichen DMB-Mietervereinen mit mehr als 500 Beratungsstellen in ganz Deutschland. Hier sind aktuell rund 1,25 Millionen Haushalte Mitglied, das entspricht 3 Millionen Mieterinnen und Mietern.

 

Diverse Web-Flyer des Heizspiegels und weitere Zahlen und Grafiken finden Sie auf www.mieterbund.de.

Heizspiegel-Flyer 2025

 

Abrechnungsjahr / HeizsystemErdgasHeizölFernwärmeWärme-pumpeHolzpellets
2025 (Prognose)1.180 €1.055 €1.245 €715 €740 €
20241.030 €1.030 €1.225 €680 €615 €
20231.220 €1.045 €1.210 €835 €770 €
20221.520 €1.230 €945 €1.205 €965 €
2021740 €790 €825 €855 €530 €

Durchschnittliche Heizkosten für eine 70-m2-Wohnung im Mehrfamilienhaus

Heizcheck

Mit dem HeizCheck erfahren Sie, ob der Heizenergieverbrauch Ihres Gebäudes und Ihre Heizkosten niedrig oder hoch sind. Wird Einsparpotenzial erkannt, erhalten Sie Hinweise, welche Schritte Sie unternehmen können, um den Verbrauch zu reduzieren.

Zum Online-Fragebogen von co2online, einer Klimaschutzkampagne mit Förderung durch das Bundesministerium für Umwelt, Naturschutz, Bau und Reaktorsicherheit

Klima schützen und Geld sparen – mit dem Energiesparkonto!

Das Energiesparkonto macht Ihren Energie- und Wasserverbrauch sichtbar und hilft, Ihre Kosten für Heizenergie, Strom und Wasser zu senken.

Welche Ausgaben kommen in den nächsten Monaten und Jahren auf mich zu? 
Wie viel Energie habe ich im letzten Jahr gespart, wie viel CO2 vermieden? 
Wie wirken sich Energiepreisänderungen aus?

Diese und andere Fragen beantwortet das Energiesparkonto

Strategien gegen steigende Energiekosten und hohe Preise

Um die Heizkosten in Düsseldorf langfristig stabil zu halten, sind neben individuellem Sparverhalten auch technische Optimierungen am Gebäude entscheidend. Der Heizspiegel bietet hierfür eine verlässliche Orientierungshilfe zur Einordnung des eigenen Verbrauchs. Experten empfehlen Maßnahmen wie den hydraulischen Abgleich oder die Dämmung von Heizungsrohren als kostengünstige Schritte mit spürbarem Nutzen. Für umfassende Einsparungen sind jedoch oft größere Investitionen wie der Fensteraustausch oder der Umstieg auf erneuerbare Heizsysteme durch den Vermieter notwendig.

Als Mieterverein Düsseldorf unterstützen wir Sie dabei, Ihre Rechte gegenüber unverhältnismäßig hohen Nebenkostenforderungen durchzusetzen. Da Heizkosten einen erheblichen Teil der Warmmiete ausmachen, sollten Unstimmigkeiten in der Betriebskostenabrechnung niemals ignoriert werden. Wir helfen Ihnen nicht nur dabei, Ihre energetische Situation besser einzuschätzen, sondern bieten auch rechtlichen Beistand bei allen Fragen rund um das Mietverhältnis. Um Ihre individuelle Situation persönlich mit einem unserer Experten zu besprechen, können Sie direkt online Ihren Termin buchen. Gemeinsam finden wir Wege, Ihre Heizkostenbelastung zu reduzieren.

Häufig gestellte Fragen (FAQ)

Warum steigen die Heizkosten in Düsseldorf laut dem aktuellen Heizspiegel wieder an?

Nach einer Phase rückläufiger Kosten im Jahr 2024 dreht sich der Trend 2025 massiv um, da insbesondere die Preise für Gas um 15 % und für Holzpellets um 20 % steigen. Hauptursachen für diese Entwicklung sind gestiegene Energiepreise sowie der kalte Winter zu Jahresbeginn, was die finanzielle Belastung für viele Haushalte in der Region spürbar erhöht.

Welche Heizsysteme sind aktuell am kostengünstigsten für Mieter?

Der aktuelle Heizspiegel zeigt auf, dass Wärmepumpen bereits seit 2022 durchgängig die günstigste Heizoption im Vergleich zu fossilen Systemen darstellen. Während fossile Brennstoffe aufgrund steigender CO₂-Preise und Netzentgelte zunehmend zur Kostenfalle werden, bieten moderne Heizsysteme eine langfristige Entlastung, sofern die Rahmenbedingungen am Gebäude durch den Vermieter optimiert wurden.

Wie können Mieter feststellen, ob ihre Heizkosten im Vergleich zum Durchschnitt zu hoch sind?

Verbraucher können ihren Heizenergieverbrauch und die damit verbundenen Kosten über das interaktive Online-Tool des Heizspiegels prüfen und eine individuelle Einordnung erhalten. Da etwa 90 % der Haushalte noch Sparpotenziale von durchschnittlich 400 Euro pro Jahr haben, lohnt sich eine genaue Analyse der Abrechnung sowie eine technische Überprüfung der energetischen Gebäudewerte.