Sorgentelefon und Sorgensprechstunde

Hilfe für leidgeprüfte Mieterinnen und Mieter

Nicht selten haben die Probleme mit Vermietern, Hausverwaltungen oder deren Rechtsanwälten auch körperliche oder seelische Folgen. Um auf diese Sorgen und Nöte von Mieterinnen und Mietern eingehen zu können, bieten wir seit Mitte Oktober 2024 ein kostenloses Sorgentelefon an.

Frau Marion Kazmirek ist Psychotherapeutin und betreut das Sorgentelefon ehrenamtlich. Seit 1997 leitet sie eine Praxis und ist bereits seit 1985 Mitglied im Mieterverein Düsseldorf.

Frau Kazmirek wurde bis heute von ihrem Vermieter siebenmal verklagt und dank der guten Beratung durch den Mieterverein, hat sie alle sieben Prozesse gewonnen. Diese Prozesse und die damit einhergehenden Schikanen haben bei Frau Kazmirek und ihrer mittlerweile verstorbenen Mutter zu schweren gesundheitlichen Problemen geführt. Frau Kazmirek weiß also aus persönlicher und auch ihrer beruflichen Erfahrung, wie schwer mietrechtliche Probleme Mieterinnen und Mietern belasten können. 

Die Sorgen aller Mitglieder liegen Frau Kazmirek am Herzen. Dies gilt insbesondere auch für pflegende Angehörige. Frau Kazmirek freut sich auf Sie und auf gute Gespräche. Bitte beachten Sie, dass es sich um keine mietrechtliche Beratung handelt. Dafür ist ausschließlich unsere Rechtsabteilung zuständig.

Bei diesem neuen Service geht es ausschließlich um die gesundheitlichen Auswirkungen von Mietstreitigkeiten auf Körper und Seele. Dieses Gesprächsangebot kann nur von Vereinsmitgliedern nach schriftlicher Voranmeldung wahrgenommen werden. Es versteht sich von selbst, dass der Mitgliedsbeitrag nicht offen sein darf. 

Bei Interesse melden Sie sich bitte schriftlich bei uns oder senden Sie uns eine E-Mail an info@mieterverein-duesseldorf.de. Bitte teilen Sie uns eine Telefonnummer mit, unter der Sie von Frau Kazmirek angerufen werden möchten. Wir werden Ihren Namen und Ihre Telefonnummer an Frau Kazmirek weitergeben, damit sie Sie zeitnah zurückrufen kann.

Die Termine für die Sorgensprechstunde vor Ort beim Mieterverein finden Sie hier.

 

Frau Kazmirek hat der Mieter:innen- Gruppe „Zeit zu bleiben“ ein Interview gegeben und über das Thema Stress im Zusammenhang mit dem drohenden Verlust der Wohnung informiert.

 

Das Instagramm-Video können Sie hier sehen:  https://www.instagram.com/p/DVEbHuqDLOv/ 

Zeit zu bleiben auf Instagram: https://www.instagram.com/zeit_zu_bleiben 

Zeit zu bleiben

Zeit zu bleiben ist eine ehrenamtliche, überparteiliche Mieter:innen-Gruppe, die sich einsetzt für den Schutz von Mieterinnen und Mietern vor Verdrängung durch Investoren aus ihrem Zuhause. 

Aus Angst wurde Engagement.

Die Gründer:innen Andrea, Wolfgang und Daniela sind persönlich von einer drohenden Entmietung betroffen und haben sich zunächst über ihre Rechte informiert und dabei schnell festgestellt: Verdrängung hat Methode und passiert häufig im Verborgenen. Viele Mieter:innen verlassen ihre Wohnung aus Angst oder Scham.

Ein weiterer Grund ist oft, dass sie ihre Rechte nicht kennen oder ihnen die Ressourcen wie Zeit, Geld und Kraft oder auch das nötige Wissen zur teils aufwändigen Recherche fehlen.

Zeit zu bleiben möchte Mieter:innen helfen, sich niedrigschwellig zu informieren, sich zu vernetzen, Erfahrungen und Informationen auszutauschen und sich gegenseitig zu bestärken. Das machen sie zum einen über ihren Instagram-Kanal „Zeit zu bleiben“. Zum anderen geschieht dies über Artikel in Print- sowie Onlinemedien, durch Gespräche mit Politikern sowie auch durch gemeinsame Veranstaltungen mit dem „Bündnis für bezahlbaren Wohnraum“ vor Ort und bundesweite Vorträge.

Das positive Feedback der Mieter:innen zeigt, dass der Bedarf an Beratung groß ist und ein Handeln der Politik dringend benötigt wird, um einen besseren Schutz von Wohnraum zu erreichen. Zeit zu bleiben möchte Brücken bauen zwischen Betroffenen, der Öffentlichkeit und der Politik. Hierzu möchten sie der Verdrängung ein Gesicht geben. Denn hinter jeder Entmietung stehen Menschen und Schicksale.