Pressemitteilung - Düsseldorf

600 Haushalte von Zählersperrungen in Eller bedroht!

Immer mehr Vermieter kommen ihren Zahlungs-verpflichtungen gegenüber den Versorgern nicht nach.

Viele Bewohner der Von-Krüger-Straße und der Josef-Stick-Straße in Eller haben Post von den Stadtwerken Düsseldorf erhalten. Sie wurden informiert, dass ihr Vermieter trotz mehrfacher Mahnungen die Forderungen der Stadtwerke nicht beglichen hat. Für den Fall, dass die offenen Forderungen nicht innerhalb eines Monats beglichen werden, wurde eine Sperrung der Wasserversorgung angekündigt.

„Es darf keine Versorgungssperren bei einem Verschulden des Vermieters geben. Schließlich zahlen die Mieterinnen und Mieter pünktlich ihre Nebenkostenvorauszahlungen an ihren Vermieter“, fordert Hans-Jochem Witzke, Vorsitzender des Mietervereins Düsseldorf e.V.

Man muss wissen, dass bei einer Sperrung des Wasserzählers, die Stadtverwaltung eine Unbewohnbarkeitserklärung verfügen wird. D.h., dass die Mieterinnen und Mieter dann unverschuldet ihre Wohnungen räumen müssten.

„Ähnliche Fälle gibt es in NRW landesweit. Es trifft immer die Falschen. Immer mehr Vermieter kommen ihren Zahlungsverpflichtungen gegenüber den Versorgern nicht nach“, weiß Witzke zu berichten, da er auch Landesvorsitzender des Deutschen Mieterbundes NRW ist.

Der Deutsche Mieterbund fordert schon länger, dass Versorgungssperren ausgeschlossen sein müssen, wenn die Mieterinnen und Mieter die Rückstände nicht verursacht haben. Es bedarf neuer gesetzlicher Regelungen zum Schutz der Mieterinnen und Mieter. „Die aktuellen rechtlichen Möglichkeiten gegen Versorgungssperren vorzugehen, sind begrenzt. Bei Abtretungen und Verhandlungen mit den Versorgern ist man auf deren Wohlwollen angewiesen. In Hagen wurde eine Sperre trotz möglicher Abtretungen von mehreren tausend Euro pro Monat vollzogen“, so Witzke.

„Wir appellieren daher an die Stadtwerke Düsseldorf, dass sie die richtige Entscheidung im Sinne der Mieterinnen und Mieter trifft, wenn die Zahlungsrückstände nicht fristgerecht beglichen werden sollten. Wir werden im Rahmen der Rechtsberatung unserer Mitglieder alles tun, um den Vermieter zur Zahlung zu bewegen“, sagt Witzke.


Pressekontakt

Hans-Jochem Witzke
1.Vorsitzender
Telefon: 0173 5384431
E-Mail: witzke@mieterverein-duesseldorf.de

Claus Nesemann
Geschäftsführer
Telefon: 0211/ 16 99 6-50
E-Mail: nesemann@mieterverein-duesseldorf.de