Pressekontakt

Claus Nesemann
Geschäftsführer

Telefon: 0211/ 16 99 6-50

Viel zu hohe Mietkosten in Düsseldorf: Mietenstopp jetzt! Aufruf zur Teilnahme an der Mietenstoppkampagne.

Am 08.10.2022 wird es in ganz Deutschland einen Aktionstag zum Thema Mietenstopp geben. In Düsseldorf wird die Aktion stattfinden am:

Samstag, 08. Oktober 2022
Schadowplatz, Düsseldorf
12:00 bis 13:00 Uhr

Mit Kurzstatements von

Sigrid Wolf, DGB Düsseldorf
Hans- Jochem Witzke, Mieterverein Düsseldorf e.V.
Horst Kraft, Bündnis bezahlbarer Wohnraum

Es soll ein buntes und hörbares Zeichen für einen Mietenstopp gesetzt werden.

56,17 % der Düsseldorfer sind überlastet durch ihre Mietkosten, wie aus einer Studie im Auftrag der Hans-Böckler-Stiftung hervorgeht. Der Mieterverein Düsseldorf e.V., der DGB und das Düsseldorfer Bündnis für bezahl­baren Wohnraum fordern einen Mietenstopp und mehr bezahlbare Neubauwohnungen.

56,17 % aller Mieterhaushalte in Düsseldorf müssen mehr als 30 % ihres Einkommens für die Miete zahlen. Damit gelten diese Haushalte nach Ansicht der Autoren einer aktuellen Studie im Auftrag der Hans-Böckler-Stiftung als überbelastet durch ihre Wohnkosten. Ihnen bleibt wenig Geld für andere Lebensbereiche. Die Studie zeigt auch: Selbst, wenn alle Mieterhaushalte auf Wohnungen mit angemessener Größe und Preis verteilt werden würden, fehlen in Düsseldorf 44.000 bezahlbare Wohnungen.

Viele Beschäftigte mit niedrigen und mittleren Einkommen müssen einen großen Teil ihres erarbeiteten Einkom­mens direkt an die Vermieter weiterreichen. Selbst bei guten Tarifabschlüssen fressen die Mieten die Einkommen zunehmend auf. Deswegen fordern wir von der Bundesregierung einen sechsjährigen Mietenstopp. Die Menschen brauchen eine Atempause. Die Situation hat sich durch den Krieg in der Ukraine und den damit verbundenen stark gestiegenen Energiepreisen noch weiter verschärft.

Der sechsjährige Mietenstopp muss genutzt werden, um beim Bau bezahlbarer Wohnungen den Turbo ein­zuschalten. Seit 2005 hat sich die Zahl der Sozialwohnungen in Deutschland halbiert. Diese Lücke ist nicht von heute auf morgen zu füllen. Alle politischen Ebenen – Bund, Länder und Kommunen – sind in der Pflicht, sämtliche Möglichkeiten auszuschöpfen. Bund und Länder müssen ausreichend Fördermittel für den Bau von Sozialwohnun­gen zur Verfügung stellen. Auf kommunaler Ebene brauchen wir eine bessere personelle Ausstattung der Bau- und Planungsämter, einen strategischen Ankauf von Flächen sowie die Stärkung der kommunalen Wohnungsbauge­sellschaft.

Wir benötigen die Wiedereinführung eines gemeinnützigen Wohnungssegments mit dauerhaften Sozialbindun­gen. Bezahlbare Mietwohnungen werden in erster Linie von kommunalen Unternehmen, Genossenschaften oder anderen gemeinwohlorientierten Akteuren, z.B. kirchlichen Organisationen, gebaut. Mittelfristig muss der Anteil der dauerhaft gebundenen Wohnungen auf 30 % erhöht werden.

Das Team um den Berliner Stadtsoziologen Andrej Holm hat in seiner Studie die Daten des Mikrozensus von 2018 ausgewertet und die Wohnsituation in den 77 Großstädten Deutschlands analysiert. Die Mietbelastungsquote er­rechnet sich aus dem Anteil des Haushaltsnettoeinkommens, das für die Miete einschließlich der Betriebs- und Heizkosten aufgewendet werden muss. Danach haben in Düsseldorf 32,38 % aller Haushalte eine Mietbelas-tungsquote von mehr als 40 % und 17,04 % müssen sogar mehr als die Hälfte ihres Einkom­mens für die Miete aufwenden.

In Düsseldorf sind die Bestandsmieten in den letzten 10 Jahren durchschnittlich um mehr als 25 % gestiegen und die Angebotsmieten ufern völlig aus. Hier wird reihenweise und systematisch gegen die Mietpreisbremse verstoßen! Der sechsjährige Mietenstopp ist daher zwingend notwendig!

Um der Forderung nach einem Mietenstopp Nachdruck zu verleihen, beteiligt sich der Mieterverein Düsseldorf e.V. am bun­desweiten Mietenstopp-Aktionstag. Am 08. Oktober werden wir zusammen mit dem DGB Stadtverband Düsseldorf und dem Bündnis bezahlbarer Wohnraum in Düsseldorf, Schadowplatz, 12:00 bis 13:00 Uhreine Aktion dazu durchführen.

Mieterverein Düsseldorf e.V.
Hans-Jochem Witzke
Mobil: +49 173 538 44 31
witzke@mieterverein-duesseldorf.de
www.mieterverein-duesseldorf.de

Pressekontakte:

DGB-Region Düsseldorf-Bergisch Land
Sigrid Wolf
Mobil: +49 171 8658333
sigrid.wolf@dgb.de
www.duesseldorf-bergisch-land.dgb.de

Bündnis für bezahlbaren Wohnraum
Horst Kraft
Mobil: +49 175 5123034
ho-kraft@t-online.de

Weitere Informationen zur Initiative: www.mietenstopp.de

 

 

Haben Sie Fragen zu Ihrem Mietverhältnis oder Ärger mit Ihrem Vermieter?

Nehmen Sie mit uns Kontakt auf:
Tel  0211/ 16 99 6-0
Email

Hauptgeschäftsstelle

Oststraße 47
40211 Düsseldorf

Telefon: 0211/ 16 99 6-0
Telefax: 0211/ 35 15 11

Email

Öffnungszeiten

Mo. 08:15–13:00  /  14:00-18:00 Uhr
Di.    08:15–13:00  /  14:00-18:00 Uhr
Mi.   08:15–13:00  /  14:00-17:00 Uhr
Do.  08:15–13:00  /  14:00-17:00 Uhr
Fr.    08:15–13.30 Uhr

Telefonische Beratung

Unsere Rechtsberater beraten unsere Mitglieder von Montag bis Samstag in unserer Geschäftsstelle auf der Oststraße. Telefonische Kurzberatung ist daher nur zu bestimmten Zeiten möglich: Telefonzeiten

 

Zur Erstellung der jährlichen Betriebskostenspiegel ist ausreichendes Datenmaterial notwendig.

Bitte unterstützen Sie uns und stellen auch Sie uns Ihre Betriebskosten-Daten zur Verfügung.

Zur Dateneingabe

Sie möchten Energie sparen? Wir möchten Ihnen dabei helfen.

Checken Sie hier ihren Energieverbrauch und erhalten Sie wertvolle Energiespartipps von CO2online

online-checks

Kampagne Mietenstopp

Errechne Deine Mietenbilanz

Mach Deine Mietentwicklung sichtbar und schick sie direkt an Deinen Abgeordneten!

Bilanz errechnen