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Viel zu hohe Mietkosten in Düsseldorf: Mietenstopp jetzt!

Aufruf zur Teilnahme an der Mietenstoppkampagne am Samstag, 19.06.21, 12 - 13 Uhr, Schadowplatz

Am kommenden Samstag wird es in ganz Deutschland einen Aktionstag zum Thema Mietenstopp geben.
In Düsseldorf wird die Aktion stattfinden am:

Samstag, 19. Juni 2021,
Schadowplatz, Düsseldorf
12:00 bis 13:00 Uhr

Mit Kurzstatements von

  • Sigrid Wolf, DGB Düsseldorf
  • Hans- Jochem Witzke, Mieterverein Düsseldorf
  • Horst Kraft, Bündnis bezahlbarer Wohnraum

Es soll ein buntes und hörbares Zeichen für einen Mietenstopp gesetzt werden.
56,17 Prozent der Düsseldorfer sind überlastet durch ihre Mietkosten, wie aus einer Studie im Auftrag der Hans-Böckler-Stiftung hervorgeht. Der DGB, der Mieterverein Düsseldorf e.V. und das Düsseldorfer Bündnis für bezahlbaren Wohnraum fordern einen Mietenstopp und mehr bezahlbare Neubauwohnungen.
56,17 Prozent aller Mieterhaushalte in Düsseldorf müssen mehr als 30 Prozent ihres Einkommens für die Miete zahlen. Damit gelten diese Haushalte nach Ansicht der Autoren einer aktuellen Studie im Auftrag der Hans-Böckler-Stiftung als überbelastet durch ihre Wohnkosten. Ihnen bleibt wenig Geld für andere Lebensbereiche. Die Studie zeigt auch: Selbst wenn alle Mieterhaushalte auf Wohnungen mit angemessener Größe und Preis verteilt werden würden, fehlen in Düsseldorf 41.884 bezahlbare Wohnungen.
„Viele Beschäftigte mit niedrigen und mittleren Einkommen müssen einen großen Teil ihres erarbeiteten Einkom-mens direkt an die Vermieter weiterreichen. Selbst bei guten Tarifabschlüssen fressen die Mieten die Einkommen zunehmend auf. Deswegen fordern wir von der nächsten Bundesregierung einen sechsjährigen Mietenstopp. Die Menschen brauchen eine Atempause“, sagte Sigrid Wolf, DGB-Vorsitzende in Düsseldorf.

„Der sechsjährige Mietenstopp muss genutzt werden, um beim Bau bezahlbarer Wohnungen den Turbo ein-zuschalten. Seit 2005 hat sich die Zahl der Sozialwohnungen in Deutschland halbiert. Diese Lücke ist nicht von heute auf morgen zu füllen. Alle politischen Ebenen – Bund, Länder und Kommunen – sind in der Pflicht, sämtliche Möglichkeiten auszuschöpfen. Bund und Länder müssen ausreichend Fördermittel für den Bau von Sozialwohnungen zur Verfügung stellen. Auf kommunaler Ebene brauchen wir eine bessere personelle Ausstattung der Bau- und Planungsämter, einen strategischen Ankauf von Flächen sowie die Stärkung der kommunalen Wohnungsbaugesellschaft. Zudem muss die Stadt ihre planungsrechtlichen Möglichkeiten ausschöpfen und Investoren beim Wohnungsbau stärker auf das Gemeinwohl verpflichten“, so Wolf weiter.

„Wir benötigen die Wiedereinführung eines gemeinnützigen Wohnungssegments mit dauerhaften Sozialbindun-gen. Bezahlbare Mietwohnungen werden in erster Linie von kommunalen Unternehmen, Genossenschaften oder anderen gemeinwohlorientierten Akteuren, z.B. kirchlichen Organisationen, gebaut. Mittelfristig muss der Anteil der dauerhaft gebundenen Wohnungen auf 30 Prozent erhöht werden“, sagt Hans-Jochem Witzke, 1. Vorsitzender des Mieterverein Düsseldorf e.V.

Das Team um den Berliner Stadtsoziologen Andrej Holm hat in seiner Studie die Daten des Mikrozensus von 2018 ausgewertet und die Wohnsituation in den 77 Großstädten Deutschlands analysiert. Die Mietbelastungsquote errechnet sich aus dem Anteil des Haushaltsnettoeinkommens, das für die Miete einschließlich der Betriebs- und Heizkosten aufgewendet werden muss. Danach haben in Düsseldorf 32,38 Prozent aller Haushalte eine Mietbelastungsquote von mehr als 40 Prozent und 17,04 Prozent müssen sogar mehr als die Hälfte ihres Einkommens für die Miete aufwenden.

„In Düsseldorf sind die Bestandsmieten in den letzten 10 Jahren durchschnittlich um mehr als 25 % gestiegen und die Angebotsmieten ufern völlig aus. Hier wird reihenweise und systematisch gegen die Mietpreisbremse verstoßen! Der sechsjährige Mietenstopp ist daher zwingend notwendig“, stellt Witzke klar.

Um seiner Forderung nach einem Mietenstopp Nachdruck zu verleihen beteiligt sich der DGB Düsseldorf am bundesweiten Mietenstopp-Aktionstag. Am 19. Juni werden wir dem Mieterverein Düsseldorf und dem Bündnis bezahlbarer Wohnraum in Düsseldorf, Schadowplatz, 12 bis 13 Uhr eine Aktion dazu durchführen.

Pressekontakte:

DGB-Region Düsseldorf-Bergisch Land
Sigrid Wolf
Mobil: +49 171 8658333 | sigrid.wolf@dgb.de
www.duesseldorf-bergisch-land.dgb.de

Mieterverein Düsseldorf e.V.
Hans-Jochem Witzke
Mobil: +49 173 538 44 31 | witzke@mieterverein-duesseldorf.de
www.mieterverein-duesseldorf.de

Bündnis für bezahlbaren Wohnraum
Horst Kraft
Mobil: +49 175 5123034 | ho-kraft@t-online.de

Weitere Informationen zur Initiative: www.mietenstopp.de

Flyer Kampagne Mietenstopp

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